Erdbeerpflanzen sind anfällig für allerlei Schädlinge und Krankheiten. Vor allem Pilzbefall, aber auch Käfer machen den Erdbeerpflanzen zu schaffen. Peter Meinhardt, der Experte für Erdbeerpflanzen von Erdbeerprofi.de, gibt Ihnen einen Überblick über die Krankheiten, die am häufigsten Auftreten, sowie Tipps, wie man seine kostbaren Erdbeerpflanzen vor Krankheiten schützen kann.

Die Weißfleckenkrankheit

Bei Erdbeerpflanzen zählen die Rot- und Weißfleckenkrankheit zu den häufigsten Erkrankungen. Beide Krankheiten treten vermehrt in den Sommermonaten zwischen Juni und August auf und werden durch einen Pilz verursacht. Die Pilzsporen werden durch Feuchtigkeit oder Wind übertragen. Üblicherweise erkrankt die Erdbeerpflanze zuerst an der Rotfleckenkrankheit, bei der sich dunkelrote Flecken auf der Blattoberseite bilden. Werden diese Symptome nicht behandelt, verschlechtert sich der Zustand der Erdbeerpflanze und die Weißfleckenkrankheit bricht aus. Diese ist daran zu erkennen, dass sich das Innere der roten Flecken weiß färbt und das Blattgewebe in den weißen Teilen abstirbt. Die Weißfleckenkrankheit zerstört nach und nach das Blatt, was Photosynthese und andere lebensnotwendige Prozesse für die Erdbeerpflanze immer schwieriger machen.

Doch keine Sorge: Der Weißfleckenkrankheit kann vorgebeugt werden. Damit sich kein Pilzbefall bilden kann, sollte zu viel Feuchtigkeit bei den Erdbeerpflanzen vermieden werden. Dabei hilft es bereits, Mulch und Stroh auszulegen. So liegen die Blätter nach einem Regenguss nicht auf der feuchten Erde auf, sondern können gut trocknen.

Verticillium-Welke

Verticillium-Welke ist eine heimtückische Krankheit, die nicht nur bei Erdbeerpflanzen auftritt, sondern sich schnell auch auf andere Pflanzen ausbreitet. Die ersten Anzeichen der Krankheit erscheinen oft harmlos. Üblicherweise bilden sich vereinzelt Flecken und Verfärbungen. Das eigentliche Ausmaß der Krankheit macht sich erst dann bemerkbar, wenn die Zeit der Fruchtreife einsetzt. Insbesondere, wenn das Wetter trocken und heiß ist, verwelken die Erdbeerpflanzen plötzlich und vertrocknen. Da Verticillium-Welke durch einen äußerst hartnäckigen Pilz hervorgerufen wird, hilft nur der Austausch des Bodens, um die Erdbeerpflanzen vor einer weiteren Ausbreitung des Pilzes zu schützen.

Der Erdbeerblütenstecher

Der Erdbeerblütenstecher ist ein Rüsselkäfer mit Sinn für guten Geschmack. Vor allem im Frühjahr ab April ist der kleine Tunichtgut im heimischen Garten unterwegs. Dann macht er sich auf die Suche nach den schmackhaftesten Erdbeerblüten. Üblicherweise wird der Erdbeerblütenstecher erst dann bemerkt, wenn bereits viele Blütenstängel angenagt oder durchgeknabbert sind. Wenn die Blüten welken oder absterben, können keine Erdbeeren mehr daraus entstehen. Dies kann zu großen Ernteverlusten führen. Der Erdbeerblütenstecher schreckt aber auch vor anderen Leckereien nicht zurück. Auch die Blüten von Heidelbeeren, Himbeeren und vielen anderen Nutzpflanzen stehen auf seinem Speiseplan.

Üblicherweise verschwindet der Erdbeerblütenstecher nach einer gewissen Zeit von alleine ohne allzu großen Schaden anzurichten. Es ist jedoch empfehlenswert, in der Blütefase die Erdbeerpflanzen regelmäßig auf Schäden an den Knospen und Blüten zu kontrollieren. Zwar gibt es kein Pflanzenschutzmittel gegen den Erdbeerblütenstecher. Jedoch können Sie ein Taschentuch unter die den Pflanzen ausbreiten und leicht gegen die Blütenstängel klopfen. Dabei fällt der Erdbeerblütenstecher von der Pflanze und kann entfernt werden. Auch das Abbrausen der Erdbeerpflanzen kann den nur 3 mm großen Schädling von der Pflanze entfernen.

 

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